Die Psycho und der Geek

Stephan Hochhaus

Sprache

Wie wir die Welt dank Sprache begreifen

27.09.2021 62 min

Zusammenfassung & Show Notes

Der Geek steht auf Sprache und freut sich über Veränderung und philosophiert mit der Psycho diesmal darüber, wie Sprache Wirklichkeit konstruiert, warum das Gendern eine Form der Höflichkeit ist und antiquierte Wörter, die beide gerne heute noch verwenden. Fans von Solomon Ash und Sapir-Whorf sind hier genau richtig. Alle anderen übrigens auch.

Wer am Anfang nur Kauderwelsch verstanden hat, der kann die Regeln der Hühnersprache leicht nachlesen.
Die Beliebtheit von Dialekten ist ein scheinbar unendlich interessantes Studienobjekt - auch die Statistiker sortieren die Varietäten des Deutschen gerne in Listen.
Im Exkurs begegnen wir dem Prinzip Tim Toady - there is more than one way to do things. Wir begreifen die Welt durch Sprache, somit beeinflusst Sprache auch unsere Wahrnehmung der Welt - in der Sprachwissenschaft als Sapir-Wharf-Hypothese bekannt (und einem breiten Publikum in Form des Films The Arrival (2016) zugänglich). Unterschiedlich viele Wörter für Farben oder Niederschlag sind ebenso ein verbreitetes Phänomen der Hypothese.
Die Geschichte zur Veranschaulichung der Gender-geprägten Sprache geht so:
 Ein Vater fährt mit seinem Sohn im Auto. Sie verunglücken. Der Vater stirbt an der Unfallstelle. Der Sohn wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert und muss operiert werden. Ein Chirurg eilt in den OP, tritt an den Operationstisch heran, auf dem der Junge liegt, wird kreidebleich und sagt: „Ich bin nicht im Stande zu operieren. Dies ist mein Sohn." Wie kann das sein?
Ein Lösungsvorschlag kommt von Phettberg - Entgendern mittels Y-Form.
Geht es um Verwandtschaftsverhältnisse in Sprache, kommt der Oheim oder Mutterbruder schnell ins Spiel.
Bei Beleidigungen setzen die Deutschen seit jeher auf Fäkalausdrücke, die Angelsachsen bevorzugen sexuell geprägte Begriffe.
Im Lustigen Taschenbuch zeichnete sich über lange Jahr Dr. Erika Fuchs als prägend für ganze Generationen verantwortlich.
Solomon Ash hat unter anderem ein Experiment zur Eindrucksbildung auf Basis von Adjektiven durchgeführt. Absoluter Tipp der Psycho! Und damit auch gleich die Primacy-Recency-Effekte. Viel netter als beim kleinen Albert (Shame on you, Dr. Watson!).

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